Erhebliche Herausforderungen fürs Handwerk: Qualifikation, Digitalisierung und Wettbewerbsfähigkeit

Veröffentlicht am 09.11.2016 17:03 von Redaktion NH-Nachrichten


bombis2_vollversammlungQualifikation, Digitalisierung, Wettbewerbsfähigkeit. Wenn es um die Zukunftsfähigkeit von Handwerk und Mittelstand geht, sind diese drei Themen richtungsweisend. „Wir müssen es schaffen, den wirtschaftspolitischen Rahmen dafür richtig zu setzen. Das ist ein absolutes Muß für eine stabile Lage des Wirtschaftsstandorts NRW“, betonte Ralph Bombis, Vorsitzender der Enquete-Kommission zur „Zukunft von Handwerk und Mittelstand in NRW“, als er am Mittwoch vor der Vollversammlung der Handwerkskammer (HWK) Dortmund sprach.

Der FDP-Landtagsabgeordnete sprach sich für eine Stärkung der dualen Bildung und den Erhalt der Meisterqualifikation als zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausbildung junger Menschen aus. Ebenso komme es darauf an, wie er anmerkte, der Ausbildungsfähigkeit der jungen Leute, die man als Fachkräfte und auch Unternehmensnachfolger fürs Handwerk gewinnen wolle, wieder mehr Augenmerk zu schenken. Das müsse indes ganz klar Schule leisten.

Kammer-Präsident Berthold Schröder machte an dieser Stelle deutlich, dass sich das Handwerk mehr als nur ideelle Unterstützung von der Politik erhoffe. Konkret gebraucht würden derzeit etwa deutlich mehr Investitionen in die Bildungszentren des Handwerks – sowohl für die Ausstattung als auch für Renovierung der Bauten, die vielfach schon in die Jahre gekommen seien. „Wenn die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung gefördert werden soll, dann brauchen wir natürlich auch mehr Geld für die duale Ausbildung“, so Schröder.

Im Bereich der Digitalisierung sind laut Bombis die Herausforderungen fürs Handwerk erheblich. Geschäftsmodelle müssten vielfach neu gestaltet werden, die Art der Digitalisierung sei von Gewerk zu Gewerk ganz unterschiedlich umzusetzen. „Das Thema überholt uns schon jetzt permanent. Deshalb muss Politik es unbedingt schaffen, rechtzeitig
die richtigen Wege dafür zu ebnen. Das fängt übrigens mit einem flächendeckenden Breitbandnetz an.“

Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund durch Ausbildung und Arbeit bezeichnete der 45-jährige Freidemokrat als Riesenchance für Handwerk und Mittelstand. Hier leiste gerade die Handwerkskammer (HWK) Dortmund schon viel Beispielhaftes, gerade auch dank zweier Ausbildungsprojekte für Flüchtlinge. Der Kammer-Präsident teilte hierzu mit, dass man für das nächste Jahr zwei weitere Projekte eingeplant habe. Zum einen sollen im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Bildungskreis Handwerk und der Außerbetrieblichen Ausbildungsstätte gGmbH der HWK Dortmund etwa 45 junge Flüchtlinge eine handwerkliche Vollausbildung erhalten, zum anderen wolle die HWK Dortmund selbst ein weiteres Projekt für rund 40 Flüchtlinge starten.

Der Abschlussbericht der Enquete-Kommission soll im Frühjahr 2017 vorgelegt werden. Bombis dazu: „Wir wollen den Bericht möglichst einheitlich verabschieden. Hoffentlich gelingt uns das.“

Im weiteren Verlauf der Herbst-Vollversammlung ging es neben der Feststellung des Haushaltsplans für 2017, aktuellen Zahlen zur Ausbildung im Kammerbezirk und Berichten aus den Ausschüssen beispielsweise um die Arbeit des Bildungsverbunds, der seit Anfang dieses Jahres kammerbezirksweit  aktiv ist.

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