Ausbildung als richtiger Startpunkt für erfolgreiche Integration

Veröffentlicht am 15.11.2016 08:53 von Redaktion NH-Nachrichten


Integration durch Ausbildung: Das ist das Ziel eines Projekts für junge Flüchtlinge, das die Handwerkskammer (HWK) Dortmund seit März mit der Unterstützung mehrerer Partnern im gesamten Kammerbezirk durchführt. Zwei der insgesamt rund 60 Teilnehmer haben nach einer intensiven Vorbereitungsphase im Sommer bei der Ritter Starkstromtechnik GmbH & Co. KG in Dortmund ihre Ausbildung zum Elektrotechniker begonnen – Rashel Shaikh aus Bangladesh und ein Flüchtling aus Guinea.

buck_woche_des_respekts_02Landeswirtschaftsminister Garrelt Duin besuchte das Unternehmen, zu dem – weitere Standorte in Deutschland einbezogen – rund 550 Mitarbeiter zählen. Im Rahmen der „Woche des Respekts“, mit der gezeigt werden soll, dass Respekt und Toleranz, Rücksichtnahme und fairer Umgang miteinander zentrale Bestandteile des Zusammenlebens in Nordrhein-Westfalen sind, informierte er sich vor Ort über den Stand der Dinge. „Mit ihrer Ausbildungsinitiative leistet die Handwerkskammer Dortmund einen wichtigen Beitrag zum Einstieg von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft. Die gezielte Qualifizierung für handwerkliche Berufe ist der richtige Weg, den Menschen eine berufliche und persönliche Perspektive aufzuzeigen und sie in ein vielfältiges Nordrhein-Westfalen zu integrieren“, sagte Duin.

Kammer-Präsident Berthold Schröder betonte, das Projekt verlaufe gut und die teilnehmenden Flüchtlinge würden ihre Ausbildung bzw. Einstiegsqualifizierung motiviert absolvieren. „Sie sind in den Betrieben in wirklich guten Händen, weil sie dort nicht einfach nur fachlich gut ausgebildet werden, sondern auch soziale Nähe erfahren. Keiner von ihnen wird allein gelassen; und wir von der Kammer kümmern uns auch über die Vorbereitungsphase hinaus intensiv um die jungen Leute, vom Nachhilfeunterricht in Deutsch bis hin zu gemeinschaftlichen Aktivitäten.“

André Höler, Prokurist Ritter Starkstromtechnik GmbH & Co. KG, sagte beim Ministerbesuch: „Unsere Motivation, den Flüchtlingen eine Ausbildung zu ermöglichen, ist die Unterstützung zur Eingliederung in das Berufsleben. Dies ist nicht nur eine politische, sondern insbesondere eine gesellschaftliche Aufgabe. Wir haben Rashel Shaikh und den anderen Flüchtling durch ein Praktikum kennen gelernt. Die positiven Erfahrungen mit ihnen und die Unterstützung durch die Handwerkskammer haben dazu geführt, dass wir die Möglichkeit zur Ausbildung sicher auch in Zukunft anbieten werden.“

Rashel Shaikh gab im Gespräch mit den Besuchern zu verstehen,
die Ausbildung zum Elektrotechniker sei für ihn eine gute Möglichkeit, sich für das spätere Berufsleben zu qualifizieren, so dass er sich in Deutschland eine eigene Zukunft aufbauen kann. Der tägliche Umgang mit der deutschen Sprache führe definitiv zu einer schnelleren Integration.

Zusatzinformationen

Projektpartner dieser HWK-Ausbildungsinitiative sind: Die Agenturen für Arbeit und Jobcenter der Städte und Landkreise Bochum, Dortmund, Ennepe-Ruhr, Hagen, Hamm, Herne sowie Unna, die fünf Kreishandwerkerschaften im Kammerbezirk, das Bundesentwicklungshilfeministerium und die Stiftung help & hope.

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Neues Projekt: Die Handwerkskammer Dortmund wird jetzt ein weiteres Projekt für Flüchtlinge starten, bei dem bis zu 40 Teilnehmer in Ausbildung vermittelt werden sollen.

Die erste Phase (Kompetenzchecks) beginnt am 21. November 2016.

Die Vorbereitungszeit auf die handwerkliche Ausbildung ist im Vergleich zu den beiden laufenden Projekten länger. Dadurch soll die Passgenauigkeit zwischen Bewerbern und Ausbildungsstellen stärker optimiert werden.

Kooperationspartner sind die Arbeitsagenturen und Jobcenter für Dortmund, Hamm und den Kreis Unna.

Handwerkskammer Dortmund
Ardeystraße 93
44139 Dortmund

Telefon: 0231 5493-0
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