„Eine solide Ausbildung ist unser wichtigstes Kapital in Europa“

Veröffentlicht am 07.03.2017 09:55 von Redaktion NH-Nachrichten

Einen Meilenstein in ihrer beruflichen Karriere haben 444 Jungmeisterinnen und Jungmeister davon 354 Männer und 90 Frauen aus ganz Deutschland mit dem Bestehen der Meisterprüfung erreicht. Im Rahmen einer fulminanten Feier erhielten sie heute im Konzerthaus Dortmund ihre Meisterbriefe. Zu den Gratulanten gehörten die Familien und Freunde sowie zahlreiche Repräsentanten aus Handwerk, Politik und Wirtschaft.

Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), folgte der Einladung von HWK-Präsident Berthold Schröder und beglückwünschte als Festredner die Meisterinnen und Meister persönlich. „Sie sind Teil der Zukunft! Nicht nur des Handwerks, auch der unseres Landes!“ rief ZDH-Präsident Wollseifer ihnen zu. Er betonte: „Eine solide Ausbildung ist ein wichtiger Beitrag für die Zukunft, unser wichtigstes Kapital in Europa. Wir arbeiten zusammen daran, damit das so bleibt.“

HWK-Präsident Schröder gratulierte den „Allround-Talenten“, die nicht nur mit fachlichem Wissen glänzen würden, sondern auch in der Lage seien, ein Unternehmen zu führen und Nachwuchskräfte auszubilden. „Sie, liebe Meisterinnen und Meister, sind nun die Elite unseres Wirtschaftsbereichs, die Führungs- und Leistungskräfte von morgen. Und als solche stehen Sie für die hohe Qualität des Handwerks.“ Der Meisterbrief garantiere sogar in doppelter Hinsicht die hohen Standards, da er nicht nur für die Qualität von Produkten und Dienstleistungen, sondern auch die hochwertige Ausbildung des eigenen Nachwuchses stehe.

Der Impulsvortrag von Christoph Krause, Leiter des Kompetenzzentrums Handwerk I West, stand ganz im Zeichen von Handwerk 4.0. Er gab den Jungmeisterinnen und Jungmeistern in seinem Impulsvortrag motivierende Worte mit auf den Weg. „Digitalisierung im Handwerk heißt Service 4.0 und bietet gerade den Nachwuchsunternehmern ungeahnte Möglichkeiten neuer Geschäftsmodelle.“ Wenn man wisse, wie man sich die Chancen dieser Entwicklung zunutze machen könne, so Krause, sei man für eine erfolgreiche berufliche Zukunft gewappnet.

Auch HWK-Präsident ging auf die Herausforderungen der Digitalisierung ein. „Die Technik entwickelt sich rasend schnell, Kommunikationswege verändern sich zusehends und der Kunde stellt neue Anforderungen an uns.“ Die HWK Dortmund biete diesbezüglich neben zahlreichen Dienstleistungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten auch diverse Veranstaltungen für ihre Mitglieder an. So wies Schröder auf die am 27. April anstehende Messe „Handwerk digital“ hin, die zusammen mit ,Handwerk NRW‘ im Bildungszentrum Hansemann stattfinde. Solche Events böten wichtige Impulse. Denn: „Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird früher oder später vom Markt verschwinden.“

Der Kammer-Präsident ermutigte die jungen Leute dazu, den Blick über den Horizont und die eigenen Gewerksgrenzen zu wagen, sich selbstständig zu machen und auch in der Ausbildung des Nachwuchses aktiv zu sein. „Damit sichern Sie nachhaltig die Zukunft des Handwerks, das von der Qualitätsarbeit gut ausgebildeter Fachkräfte lebt.“ Mit der Selbstständigkeit meinte Schröder jedoch nicht nur die Gründung eines Unternehmens. „Allein im Kammerbezirk Dortmund stehen in den nächsten Jahren gut 30 Prozent der Betriebe zur Übernahme an. Es kann ebenso lohnend sein, einen bestehenden Betrieb zu übernehmen und damit vorhandenes Know-how und Arbeitsplätze zu sichern.“

Unter den neuen Meistern wurden auch 23 Bestmeister geehrt, darunter Friseurmeisterin Nina Brockötter aus Hamm, die als Beste unter den Bestmeistern hervorging. Sie erhielt einen Scheck von der Signal Iduna, dem Hauptsponsor der Veranstaltung, in Höhe von 2.000 Euro für ihre herausragende Leistung. Ein weiterer Preis ging an Bestmeisterin Lana Roßdeutscher. Die junge Fotografenmeisterin aus Dortmund wurde mit dem Soroptimistpreis des Soroptimist International Club Dortmund ausgezeichnet.

Bestmeister des Jahrgangs 2016

Kammerbezirk:
Gunnar Julius, Steinmetz- und Steinbildhauermeister aus Bochum; Carsten Hördemann, Straßenbauermeister aus Dortmund; Damian Sombetzki, Maler- und Lackierermeister aus Dortmund; Kevin Kaus, Maurer- und Betonbauermeister aus Dortmund; Lana Roßdeutscher, Fotografenmeisterin aus Dortmund; Lorraine Bismin, Maßschneidermeisterin aus Dortmund; Benedikt Böke, Feinwerkmechanikermeister aus Geseke; Jon Wilfried Hilker, Dachdeckermeister aus Hagen; Martin Gloystein, Bäckermeister aus Hagen; Robin Brieseck, Metallbauermeister aus Hagen; Nina Brockötter, Friseurmeisterin aus Hamm; Tanja Kopowski, Kosmetikermeisterin aus Hamm; Birk Rittermeier, Installateur- und Heizungsbauermeister aus Hattingen; Steve Kriegel, Zimmerermeister aus Herne.

Übriges Bundesgebiet:
Christoph Ebeling, Orthopädietechnikermeister aus Arendsee; Svenja Volz, Augenoptikermeisterin aus Duisburg; Tobias Hillebrand, Elektrotechnikermeister aus Iserlohn; Tino Ingo Hans Ashton, Gerüstbauermeister aus Minden; Hassan Ali Khanafer, Kälteanlagenbauermeister aus Münster; Luka Dean Droste, Kraftfahrzeugtechnikermeister aus Oer-Erkenschwick; Matthias Martin Wiegand, Zweiradmechanikermeister aus Troisdorf; Jan Olson, Gebäudereinigermeister aus Wuppertal.

Einen Film über die beste Bestmeisterin gibt er hier.

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