IAQ-Studie: Kaum Rückgang im Niedriglohnsektor durch Mindestlohn

Veröffentlicht am 14.08.2017 13:28 von Redaktion

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Duisburg (idr). Der Mindestlohn hat nur geringe Auswirkungen auf die Niedriglohnbeschäftigung: Seit 2014 ist sie um 0,1 Prozentpunkte auf 22,6 Prozent zurückgegangen. Das geht aus dem aktuellen Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen hervor.
Die große Mehrheit der Beschäftigten im Niedriglohnsektor hat eine abgeschlossene Berufsausbildung, stammt aus den mittleren Altersgruppen, ist weiblich, unbefristet beschäftigt, deutsch und sozialversicherungspflichtig in Teilzeit oder Vollzeit tätig. Darüber hinaus arbeiten überdurchschnittlich häufig gering Qualifizierte, Jüngere, befristet Beschäftigte, Ausländer und Minijobber für einen Niedriglohn.
Der Anteil der Beschäftigten mit einem Stundenverdienst unterhalb des Mindestlohns von 8,50 Euro hat sich von 11,9 Prozent im Jahr 2014 auf 9,8 Prozent in 2015 verringert, wenn bei der Berechnung der Stundenlöhne die vertragliche Arbeitszeit zugrunde gelegt wird. Dies entspricht 3,3 Millionen Fällen. Auswertungen auf Basis der Verdiensterhebungen des Statistischen Bundesamtes kommen demgegenüber auf 1 bis 1,4 Millionen Unterschreitungen.
Infos: www.iaq.uni-due.de

Pressekontakt: IAQ, Dr. Thorsten Kalina, Dr. Claudia Weinkopf, Telefon: 0203/379-1352, -1353, E-Mail: thorsten.kalina@uni-due.de, claudia.weinkopf@uni-due.de
Source: idr
IAQ-Studie: Kaum Rückgang im Niedriglohnsektor durch Mindestlohn

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