Deutschland wird Lebensretter – Auftaktveranstaltung bei der Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen

Veröffentlicht am 22.08.2017 14:38 von Redaktion

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Auftaktveranstaltung zur „Woche der Wiederbelebung“
Einladung zum Gesundheitstag am 15.09.2017

10 Menschen pro Stunde! 230 Menschen pro Tag! 90.000 Menschen pro Jahr! Sie alle erleiden einen Herz-Kreislauf-Stillstand – und das auch auf der Baustelle bzw. am Arbeitsplatz! … und dann? Ein/Eine Mitarbeiter/Mitarbeiterin fehlt!

Wie kann ich helfen? Wie muss ich mich bzw. der/die Mitarbeiter/Mitarbeiterin/Kol-lege/Kollegin im Fall des Falles verhalten? Wie kann ich dieses verhindern? Wie gesund bin ich eigentlich?

Antworten auf all diese Fragen bietet der Gesundheitstag am Freitag, den 15.09.2017, bei der Kreishandwerkerschaft Dortmund und Lünen als Auftaktveranstaltung für die „Woche der Wiederbelebung“.

Freuen Sie sich und Ihre Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen auf interessante und tolle Gesundheitsaktionen mit unseren Kooperationspartnern!  Machen Sie mit! Informieren Sie und Ihre Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen sich! Auch Ihre Angehörigen sind herzlich willkommen. Wir freuen uns auf Sie am 15.09.2017!

 

 

Bundesweiter Aktionstag

Mit der Aktion „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“ wollen Deutschlands Anästhesisten unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums für Gesundheit das Selbstvertrauen der Bürger in ihre eigenen Fähigkeiten als Ersthelfer stärken – für mehr gerettete Leben.

Herzstillstand – jede Sekunde zählt!

Jeder kann in die Lage geraten. Der plötzliche Herztod ist mit schätzungsweise bis zu 100.000 Fällen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Obwohl jeder helfen könnte, tun es die wenigsten. Dabei ist es gerade bei einem Herzstillstand unerlässlich, schnell zu handeln: Bereits drei Minuten nach einem Herzstillstand wird das Gehirn nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt – es treten unwiderrufliche Schäden auf. Mit einer einfachen Herzdruckmassage kann der Restsauerstoff im Blut zirkulieren und so bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die Überlebenswahrscheinlichkeit entscheidend erhöhen.

Leben retten ist einfach – jeder kann es!

Warum fehlt der Mut? „Oftmals sind viele Menschen im Ernstfall überfordert, weil sie zuerst an die stabile Seitenlage oder den Wechsel zwischen Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung denken. Dass eine Herzdruckmassage ausreicht, wissen viele nicht.“, erklärt Prof. Dr. Dr. Hugo van Aken, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V.. „Man kann nichts falsch machen!“. Auch ohne Ersthelferkenntnisse ist es einfach, Leben zu retten: „Prüfen. Rufen. Drücken!“ lautet die Devise: Prüfen, ob die Person noch atmet. Unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112 den Rettungsdienst rufen. Fest und mindestens 100 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft. „Mit der Erhöhung der Wiederbelebungsrate durch Laienhelfer könnten in Deutschland jährlich ca. 5.000 Menschenleben gerettet werden“, appelliert van Aken.

 

Eine Kurz-Anleitung im handlichen Pocketformat oder ein Lehr-Video gibt es unter www.einlebenretten.de. Besuchen Sie uns auch auf Facebook unter facebook.com/100proreanimation oder auf

Twitter: twitter.com/_100pro

 

Endlich Klarheit!  Die häufigsten Fragen

 

  • Ist eine Mund-zu-Mund-Beatmung notwendig?

Die Mund-zu-Mund-Beatmung ist nicht die entscheidende Maßnahme bei Menschen mit plötzlichem Herzstillstand. Lebensrettend ist die ist die Herzdruckmassage. Wenn Sie in Mund-zu-Mund-Beatmung ausgebildet sind, dann tun Sie es – zur Erinnerung: 30mal drücken und danach zweimal beatmen. Wenn nicht, konzentrieren Sie sich auf die Herzdruckmassage. Damit ist schon viel gewonnen!

 

  • Ist bei einem Herzstillstand die stabile Seitenlage wichtig?

Nein, denn der Betroffene kann auf diese Weise weder beatmet werden, noch kann der Ersthelfer ihn wiederbeleben. Der Ersthelfer sollte bei einem Herzstillstand gleich mit der Herzdruckmassage beginnen.

 

  • Kann ich rechtlich belangt werden, wenn ich etwas falsch mache?

Sie können nichts falsch machen! Jede Hilfe ist erste Hilfe. Sie können und dürfen Herzdruckmassage durchführen und einen Defibrillator anwenden. Auch wenn Sie dies nie oder lange nicht mehr geübt haben, es könnte lebensentscheidend sein.

 

  • Wo und wie schnell muss ich bei der Herzdruckmassage drücken?

Drücken Sie fest in der Mitte des Brustkorbs mindestens 100 Mal pro Minute, das entspricht einem Disco-Beat. Denken Sie also an einen Song, wie z. B. „Stayin` Alive“ von den BeeGees oder „Rock Your Body“ von Justin Timberlake. Sie haben den Rhythmus einer Herzdruckmassage. Wechseln Sie sich mit anderen Ersthelfern ab.
Pressekontakt:

Circle Comm GmbH – Agentur für Gesundheitskommunikation

Tel: (06151) 36 0 87-0 / Fax: (06151) 36 0 87-29

 

Jenny Otto (-18 )                                  Stephanie Bergner (-21)
jenny.otto@circlecomm.de                   stephanie.bergner@circlecomm.de

 

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