90 Prozent der Betriebe im Kammerbezirk sind zufrieden

Veröffentlicht am 09.05.2018 17:14 von Redaktion

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Foto: Handwerkskammer Dortmund

Die Stimmung im Handwerk ist weiterhin bestens. 90 Prozent der Betriebe bewerten ihre aktuelle Geschäftslage gut bis zufriedenstellend (Frühjahr 2017: 88 Prozent). 94 Prozent rechnen für die kommenden Monate mit einer guten Entwicklung (Frühjahr 2017: 93 Prozent). Besonders erfreulich: Bei den Konjunkturindikatoren, z.B. Umsatz, Nachfrage oder Beschäftigtenzahl, gab es grundsätzlich für mehr Betriebe Verbesserungen als Verschlechterungen.

Spitzenwerte gab es erneut fürs Bauhaupt- und Ausbaugewerbe.

Beide Gewerbegruppen profitieren nachhaltig vom niedrigen Zinsniveau, das gerade auch private Verbraucher zu Investitionen in die eigenen vier Wände animiert. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Bauleistungen  sorgt dafür, dass nahezu jedes zweite Unternehmen mittlerweile an oder über der Auslastungsgrenze arbeitet.

Kammer-Präsident Berthold Schröder: „Die Phase der Hochkonjunktur bricht nicht ab, alle Zeichen stehen weiter auf Wachstum. Das für dieses Jahr erwartete Plus von mindestens drei Prozent werden wir sicher erreichen. Es gibt aber einige Bremsklötze. An erster Stelle gilt das natürlich für den wachsenden Fachkräftemangel, aber auch zusätzliche Bürokratielasten, etwa die neue Gewerbeabfallverordnung oder die Datenschutz-Grundverordnung ab Ende Mai, machen uns das Leben schwer. Das bindet immer mehr Zeit, was dem Kerngeschäft der Unternehmen nicht wirklich förderlich ist.“

Bei den Nahrungsmittelhandwerken gab es ein kleines Plus hinsichtlich der positiven Beurteilung der Geschäftslage (+ 1 auf 84 Prozent); es ist der erste Zuwachs seit zwei Jahren.

Die Geschäftslage bei den Handwerken für den Gewerblichen Bedarf ist dagegen rückläufig: sie liegt bei derzeit 92 Prozent – im Herbst waren es noch fünf Prozent mehr. Auch im KFZ-Handwerk gibt es rückläufige Tendenzen. Zufrieden sind hier lediglich 83 Prozent der Unternehmen (Frühjahr 2017: 87 Prozent). Die Diskussion um die Folgen möglicher Dieselfahrverbote hat der Branche einen spürbaren Dämpfer versetzt.

Die besonders hohe Wettbewerbsintensität bei den Personenbezogenen Dienstleistungen hat die gute Stimmungslage auf nur noch 77 Prozent absinken lassen.

Am schlechtesten laufen die Geschäfte derzeit bei den Gesundheitshandwerken. Zufrieden mit ihrer Lage sind nur 74 Prozent (Frühjahr 2017: 79 Prozent). Dafür blickt man umso positiver nach vorn: 95 Prozent der Betriebe rechnen mit einer Verbesserung.

Vergleicht man innerhalb des Kammerbezirks die fünf Bezirke der Kreishandwerkerschaften miteinander, ergibt sich ein recht homogenes Bild. Besonders gut ist die Stimmung bei den Betrieben aus der KH-Region Ruhr, gefolgt von den Unternehmen aus den KH-Bezirken Hellweg-Lippe, Dortmund und Lünen sowie Hagen. Einzig im Raum Herne ist man zurückhaltender bei der positiven Einschätzung der aktuellen Geschäftslage. Hier bewertet nur jeder dritte Betrieb seine Geschäftssituation mit „gut“.

Hier geht es zum Konjunkturbericht

Sonderumfrage zur Fachkräftesituation / 78 Prozent der Betriebe haben derzeit große Probleme bei der Personalsuche

78 Prozent der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk stoßen derzeit auf Probleme bei der Personalsuche. Bei 38 Prozent gibt es trotz intensiver Bemühungen offene Stellen. Das hat eine Sonderumfrage zur Fachkräftesituation ergeben, an der sich 782 Unternehmen beteiligt haben. Größtes Problem: In vielen Unternehmen gibt es bislang keine echte Strategie zur Fachkräftegewinnung.

Friseurmeister Jörn Ulrich, mit seinem Salon „Haarwerk“ seit 23 Jahren im Dortmunder Kreuzviertel sehr erfolgreich: „Mir liegt es am Herzen, meinen Mitarbeitern eine gute Work-Life-Balance zu ermöglichen. Dazu gehören nicht nur flexible Stundenmodelle und regelmäßige Weiterbildungen, auch ein wertschätzender und offener Umgang untereinander trägt dazu bei. Neben unseren monatlichen Meetings nehme ich mir natürlich auch in Einzelgesprächen Zeit. Denn durch das gegenseitige Feedback kann ich optimal auf die Bedürfnisse meiner Mitarbeiter eingehen und ihre Stärken erkennen und fördern.“

Ulrich betont, dass er den Fortbildungswünschen seiner Belegschaft in den meisten Fällen nachkommt. Auch er selbst lässt sich immer wieder etwas einfallen, um das Wissen und die Kompetenzen der Mitarbeiter zu fördern. „An Onlineseminaren (Webinaren) zu Produktneuheiten oder modernen Anwendungsmethoden kann das ganze Team unkompliziert abends im Salon oder auch von Zuhause aus teilnehmen.“

Einmal im Jahr gibt es für alle zehn Mitarbeiter und drei Auszubildenden zudem einen „praktischen Tag“, an dem das Geschäft geschlossen bleibt. „Der Tag dient dazu, die über das Jahr individuell erlernten Dinge miteinander zu teilen“, sagt Ulrich.

Der Dortmunder Friseurmeister hat bereits mehr als 15 junge Menschen in seinem Betrieb ausgebildet.

 

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