„Anreize schaffen, um Selbstständigkeit attraktiver zu machen“

Veröffentlicht am 18.05.2018 10:31 von Redaktion

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„Wir brauchen junge Köpfe, die Verantwortung übernehmen, Entwicklungen vorantreiben und neue Geschäftsmodelle verfolgen. Nur so bleiben wir innovativ und wettbewerbsfähig.“ Mit diesem Worten eröffnete Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Dortmund den HWK-Jahresempfang. Rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung folgten am Donnerstagabend seiner Einladung. Schwerpunktthema der Veranstaltung war die Gründungsdynamik im Handwerk.

Foto (c) Chris Lührmann

Foto (c) Chris Lührmann

Im Kammerbezirk seien die Gründungen in den letzten fünf Jahren um fast 20 Prozent zurückgegangen. Besonders bedenklich sei dabei der Rückgang in den zulassungspflichtigen Gewerken, die vorrangig ausbilden. Der Kammer-Präsident betonte, dass weniger Gründungen auch weniger Auszubildende bedeuten würde. „Und von hier kommen wir direkt zum Fachkräftemangel, der schon lange kein formloses Schreckgespenst mehr ist. Er ist akut in den Unternehmen angekommen.“ Wichtig sei es deshalb, so Schröder, dass Anreize und ein gutes Klima geschaffen werde, um die Selbstständigkeit wieder attraktiver zu machen.

Zwar sei der Ruf nach Gründern und Start-ups groß, merkte der Kammer-Präsident an, dennoch würden Unternehmer gleichzeitig mit Bürokratie überhäuft. Das belaste nicht nur bestehende Betriebe, sondern schrecke vor allem auch die neue Generation ab. Als Beispiel nannte er die EU-Datenschutz-Grundverordnung, die in der kommenden Woche in Kraft trete. Diese werde von vielen Unternehmern mit Unbehagen erwartet, da die neuen Dokumentations- und Meldepflichten für Handwerksbetriebe eine extreme Zusatzbelastung seien. „Wir von der Kammer Dortmund steuern mit Informationsveranstaltungen und Beratungen dagegen und bieten unseren Mitgliedsbetrieben Checklisten an, um den Übergang zu erleichtern.“

Schröder appellierte an die Politik, sich aktiver für einen schnellen Bürokratieabbau einzusetzen. „Es darf nicht sein, dass Unternehmer vom eigentlichen Betriebsgeschehen ferngehalten werden, weil sie unter Bürokratie begraben sind. Oder dass junge Gründer mit guten Ideen ausgebremst werden, obwohl sie mit ihrem Know-how der Wirtschaft neuen Schwung geben sollten.“

Dass aber bereits erste Hürden abgeschafft worden seien, hat der Kammer-Präsident mit Freuden beobachtet. Er bezog sich dabei vor allem auf die Abschaffung der „Hygiene-Ampel“ und die Entschlackung des Tariftreue- und Vergabegesetztes.

Schröder begrüße es, dass auf Bundesebene ein drittes Bürokratieentlastungsgesetz angekündigt wurde, welches vor allem die Statistikpflichten auf den Prüfstand stellen soll. „Das ist ein guter und nötiger Schritt in die richtige Richtung. Bei all diesen Schritten darf es aber nicht bleiben. Sie müssen Teil eines noch viel größeren Maßnahmenbündels sein, damit Unternehmer wieder das tun können, was sie eigentlich tun sollten: nämlich ein Unternehmen führen!“

Film-Tipp: Den Film zum Thema Gründungsdynamik im Handwerk, der beim Jahresempfang erstmals gezeigt wurde, gibt nun in voller Länge online zu sehen. Hier klicken.

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