„Er war ein Glücksfall für das Baugewerbe“

Veröffentlicht am 20.12.2018 10:17 von Redaktion

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Hauptgeschäftsführer Lutz Pollmann offiziell verabschiedet

 

 

 

 

Düsseldorf. Mit viel Prominenz aus der Bauwirtschaft und der Politik ist Lutz Pollmann offiziell als Hauptgeschäftsführer der Baugewerblichen Verbände (BGV) verabschiedet worden. Die Redner, darunter NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer  und der Ehrenpräsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), Hans-Hartwig Loewenstein, würdigten unisono sein Engagement, seine Verlässlichkeit, seinen Weitblick, aber auch seine Offenheit in der Argumentation. Als Anerkennung für seine Arbeit überreichte ihm Loewenstein die Goldene Verdienstmedaille des ZDB.

 

Pollmann hat 26 Jahre lang an der Spitze der BGV gestanden. Er geht zum Ende dieses Jahres in den Ruhestand. Es gebe für ihn viel Anlass, stolz zu sein, meinte Pollmann im Rückblick auf insgesamt 34 Jahre bei den BGV. Seine Gäste spendeten mehr als 6.000 Euro zugunsten einer von der Deutsch-Madagassischen Gesellschaft geführten Schule in dem Inselstaat. Mit der Summe könne fast ein Jahr lang der Mittagstisch, die zumeist einzige richtige Mahlzeit für die 150 Kinder finanziert werden, freute sich Pollmann, der auch Honorarkonsul der Republik Madagaskar ist.

Die „große und sehr hochkarätige Resonanz auf unsere Einladung macht deutlich, wie angesehen Lutz Pollmann auch weit über das Baugewerbe hinaus ist“, leitete der Präsident der BGV, Rüdiger Otto, die Würdigungen ein. Er habe die Interessen der mittelständischen Bau- und Ausbaubetriebe überaus engagiert und mit breiter Fachkenntnis vertreten. Sein Ruhestand stelle daher eine „tiefe Zäsur“ dar. „Er war ein Glücksfall für uns im Baugewerbe. Wir sind ihm zu großem, tiefempfundenen Dank verpflichtet“, schloss der BGV-Präsident.

Für das Handwerk stellten Loewenstein, Wollseifer und auch der Präsident von Handwerk.NRW, Andreas Ehlert, die vielfältigen Impulse heraus, die Lutz Pollmann gegeben habe. Die Zusammenarbeit mit ihm sei stets gut gewesen. Ehlert: „Wenn man ihn brauchte, war er immer da. Aber er war auch da, wenn er einmal etwas von uns wollte.“ Loewenstein schilderte Pollmann als „großen Kommunikator“, ausgestattet mit einem „gesunden Selbstbewusstsein“ und zugleich mit viel Weitblick.

Minister Wüst dankte für zahllose Gespräche über viele Jahre hinweg. Anschließend seien ihm Pollmanns Position und Wünsche immer klar gewesen, was man nicht von allen Gesprächspartnern so sagen könne. Der Politiker verwies auf die milliardenschweren Infrastrukturvorhaben im Land, die sicherstellen würden, dass die Baubranche noch auf Jahre hinaus gut zu tun haben werde. Dass es zu diesem Investitionshochlauf gekommen ist, sei nicht zuletzt auf das Drängen der BGV zurückzuführen.

Auch Staatssekretär Jan Heinisch aus dem NRW-Bauministerium ging kurz auf aktuelle politische Fragen ein: Die unter anderem von Wollseifer gestützte Forderung des Baugewerbes nach der Kleinen Bauvorlagenberechtigung für Meister bei kleinen Bauvorhaben sei nicht mehr relevant, weil die im Januar in Kraft tretende Landesbauordnung einen erheblichen Bürokratieabbau hinsichtlich Baugenehmigungen mit sich bringe. Lutz Pollmann wiederum habe es seinen Beobachtungen nach verstanden, sachlich fundierte Argumente eindeutig vorzubringen, ohne den Respekt vor den Vorstellungen seiner Gegenüber zu vernachlässigen, meinte Heinisch in Vertretung von Ministerin Ina Scharrenbach.

Bauunternehmer und Architekten seien im Berufsalltag nicht immer einer Meinung und gut aufeinander zu sprechen, bekannte der Präsident der Architektenkammer NRW, Ernst Uhing. Auf der Ebene der Berufsorganisationen seien derartige Differenzen dagegen überaus selten gewesen. „Unsere Zusammenarbeit war vielmehr immer transparent und reibungslos“, blickte Uhing auf die Kontakte mit Lutz Pollmann zurück. In den fünf Jahren als Sprecher des sehr breit angelegten Aktionsbündnisses „Impulse für den Wohnungsbau NRW“ habe es der BGV-Hauptgeschäftsführer sogar fertiggebracht, den Wohnungsbau und die Defizite auf diesem Sektor „endlich aus dem Schattendasein herauszuholen“. Auch in dieser Funktion habe er „wichtige Akzente gesetzt“.

Hermann Schulte-Hiltrop wird ab Anfang Januar als Hauptgeschäftsführer die neue Formation Bauverbände.NRW leiten, die das Dach über den nordrheinischen und den westfälischen Bauorganisationen bildet. Er dankte Lutz Pollmann für seinen entschiedenen Einsatz zugunsten dieses neuen „Dachs“. Im Kreise der Hauptgeschäftsführer habe sich Pollmann in dem Vierteljahrhundert seiner Amtszeit eine Position erarbeitet, die es rechtfertige, ihm den Ehrentitel „Größter Hauptgeschäftsführer aller Zeiten“ auf Lebenszeit auszusprechen – verbunden mit überdimensionaler Urkunde und einem Käppi, auf dem fünf Sterne prangen. 

 

 

 

PI 18/12/2018

 

Die Baugewerblichen Verbände als Stimme des Bau- und Ausbaugewerbes

 

Die Baugewerblichen Verbände vertreten als Dachorganisation von sechs Landesinnungsverbänden aus dem Bau- und Ausbaugewerbe die Interessen von  etwa 5.000 mittelständischen Unternehmen in NRW mit etwa 55.000 Mitarbeitern gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie bieten zudem als Dienstleister umfassenden Service und Beratung für die Betriebe. In den ehrenamtlichen Gremien der sechs Verbände engagieren sich gewählte Vertreterinnen und Vertreter der Unternehmer.

Das Baugewerbe stellt den bedeutendsten Handwerksbereich dar. Bei den zentralen wirtschaftlichen Kennziffern übertrifft es in NRW zudem die Bauindustrie sehr deutlich – bei Betriebs-, Mitarbeiter- und Umsatzzahlen um den Faktor 3, bei den Auszubildenden um den Faktor 6.

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