Der Bundesrat hat ein einjähriges Moratorium für die Einstufung HBCD-haltiger Dämmstoffe als gefährliche Abfälle beschlossen. Dazu erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH):
„Das einjährige Moratorium für die Einstufung HBCD-haltiger Dämmplatten als gefährliche Abfälle ist ein wichtiger Schritt. Nur so können die Bundesländer eine angemessene, fachgerechte und umweltverträgliche Entsorgung dieser Dämmmaterialien mittels Verbrennung sicherstellen. Bedauerlich ist, dass dies angesichts der Laufzeit von lediglich 12 Monaten nur eine Zwischenlösung sein kann. Das Handwerk erwartet, dass die Entsorgungswirtschaft diese Zeit nutzt, um die derzeitigen Engpässe bei der Entsorgung von HBCD-Dämmstoffen zu beseitigen. Es muss sichergestellt sein, dass die Betriebe in einem Jahr nicht erneut einem Entsorgungsnotstand gegenüberstehen und die Entsorger Mondpreise für die Verbrennung fordern.
Nur eine nachhaltige, realistische Lösung kann helfen, die Ziele der Bundesregierung für die energetische Sanierung des Gebäudebestands aufrechtzuerhalten. Schon jetzt gibt es einen Sanierungsstau. Denn aufgrund fehlender bzw. unrealistisch teurer Entsorgungsmöglichkeiten für HBCD-Dämmmaterialien haben viele Handwerksbetriebe zuletzt keine neuen Aufträge für Sanierungen mehr angenommen.“
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