Ruhrgebiet, NRW
Kulturelles
Münster/Dortmund (idr). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) plant eine Sonderausstellung zum Kolonialismus und seinen Folgen in Dortmund. Sie wird zentraler Bestandteil eines Themenjahrs, in dem sich mehrere Museen und Einrichtungen des Verbandes mit Geschichte und Langzeitwirkungen des Kolonialismus‘ befassen. Die Schau wird von Juni 2023 bis Mai 2024 im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund zu sehen sein.
Die Ausstellung soll auch regionale Aspekte aufgreifen, so z.B. die Rolle der westfälischen Industrie, von Händlern, Missionaren, Reisenden und der Unterhaltungsindustrie. Zudem wird eine Brücke in die Gegenwart geschlagen. Hier stehen Alltagsrassismus, der Umgang mit dem kolonialen Erbe in Museen, Denkmaldebatten und Entwicklungspolitik im Fokus. So soll die Schau die Wirkmacht und Langlebigkeit kolonialer Strukturen beleuchten.
Gezeigt werden u.a. anderem Lehrmaterialien aus Westfalen zwischen 1900 und 1970, Exponate aus sogenannten „Völkerschauen“, die es auch in Münster und Dortmund gab. Bei diesen Veranstaltungen wurden Stereotype geprägt, die auch heute noch wirken.
Infos unter https://www.lwl.org
Pressekontakt: LWL, Pressestelle, Markus Fischer, Telefon: 0251/591-235, E-Mail: presse@lwl.org
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