Eine Ablösung des Ehegattensplittings durch eine Individualbesteuerung würde die Erwerbstätigkeit in Deutschland deutlich erhöhen. Dadurch könnten das Wirtschaftswachstum gesteigert und die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern auf dem Arbeitsmarkt reduziert werden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Untersuchung des RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen.
Nach einer RWI-Simulation könnten durch die Reform bei gleichem Steueraufkommen mehr als eine halbe Million zusätzliche Vollzeit-Arbeitskräfte zur Verfügung stehen und das Bruttoinlandsprodukt um bis zu 1,5 Prozent steigen. Durch eine Abschaffung des Ehegattensplittings würde die Steuerlast des Ehepartners mit dem geringeren Einkommen abnehmen. Damit lohnt sich die Aufnahme einer Beschäftigung oder die Erhöhung der Arbeitszeit für den einkommensschwächeren Partner stärker. Da dies mehrheitlich Frauen betrifft, könnte die Reform dabei helfen, die Geschlechterunterschiede auf dem Arbeitsmarkt zu reduzieren.
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Pressekontakt: RWI, Dr. Philipp Jäger, Telefon: 0201/8149-258, E-Mail: philipp.jaeger@rwi-essen.de, Pressestelle, Sabine Weiler, Telefon: -213, E-Mail: sabine.weiler@rwi-essen.de
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