Baugewerbe

Ruhr-Handwerk unter Druck – Rezession und Baukrise drücken Stimmung

Das Handwerk in der Region Ruhr steht im Herbst 2023 unter dem Eindruck der gesamtwirtschaftlichen Rezession, der hohen Energiepreise und der sich zuspitzen Baukrise. Unter diesen negativen Vorzeichen fällt das Geschäftsklima gegenüber dem Frühjahr um 15 Punkte auf einen Wert von 103 und hält sich nur knapp im positiven Bereich. Dabei ergibt sich eine Spreizung zwischen Lage- und Zukunftseinschätzung. 85 Prozent der Betriebe bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend, nur 15 Prozent als schlecht. Allerdings geht ein knappes Drittel von einer Verschlechterung in den nächsten sechs Monaten aus. Ein gleiches Bild zeigt sich beim Umsatz: Die aktuelle Lage ist weitgehend stabil, die Aussichten haben sich hingegen spürbar eingetrübt.

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Fachkräfte-Mangel beschäftigt Stuckateur-Innung Ruhr-Lenne

Die diesjährige Innungsversammlung der Stuckateur-Innung Ruhr-Lenne stand ganz im Zeichen von Aus- und Weiterbildung im Stuckateur-Handwerk. In Zeiten des Fachkräftemangels appellierte Hauptgeschäftsführer Hermann Schulte-Hiltrop an die anwesenden Mitgliedsbetriebe, ihren Personalstamm auch bei Eintrübung des Konjunkturhimmels möglichst zu halten. „Jede verlorene Fachkraft in der Bauwirtschaft kehrt möglicherweise nicht mehr in die Branche zurück“, mahnte der Hauptgeschäftsführer der BAUVERBÄNDE.NRW.

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Baugewerbe zum Pakt für Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung: „Mehr Tempo ist dringend notwendig“

Bund und Ländern haben gestern einen Pakt für Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsbeschleunigung beschlossen. Der Pakt enthält positive Vorschläge, um das Bauen in Deutschland zu beschleunigen, sagt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe. „Wir begrüßen den Bund-Länder-Pakt. Es sind vor allem die teilweise jahrelangen Planungsphasen, die den Bauabschluss verzögern. Mehr Tempo ist hier dringend notwendig. Allein die Beschränkung von Umweltverträglichkeitsprüfungen und eine Harmonisierung der einzelnen Landesbauordnungen zur Beschleunigung des Wohnungsbaus würden in der Praxis einen echten Unterschied machen.“

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Zahl der neuen Azubis in der Bauwirtschaft steigt wieder an

Der Bauausbildungsmarkt hat sich im Ausbildungsjahr 2023/2024 wieder positiv entwickelt. Das zeigen neueste Zahlen von SOKA-BAU, den Sozialkassen der Bauwirtschaft. Nachdem die Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse im vergangenen Jahr merklich abgenommen hat, liegen sie im aktuellen Ausbildungsjahr nach derzeitigem Stand (Oktober) deutlich über dem Vorjahrsniveau. Dabei muss aber beachtet werden, dass die Ausbildungsverträge im vergangenen Jahr an SOKA-BAU aus technischen Gründen vielfach verzögert gemeldet wurden. Korrigiert um diesen Effekt nahm die Zahl neuer Ausbildungsverträge im Oktober um 2,8 % gegenüber dem Vorjahr zu. Im vergangenen Jahr hatte die Zahl neuer Ausbildungsverträge noch relativ deutlich um 10,5 % abgenommen.

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NRW-Bauproduktion im August 2023 um 1,1 Prozent gestiegen

Die Produktion im nordrhein-westfälischen Bauhauptgewerbe war im August 2023 um 1,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Bauleistung im Hochbau um 1,7 Prozent und im Tiefbau um 0,5 Prozent höher als im August 2022.  Für den Bereich des Hochbaus ermittelte das Statistische Landesamt für August 2023 unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Bausparten: Im öffentlichen Hochbau (+7,9 Prozent) und im gewerblichen und industriellen Hochbau (+2,7 Prozent) war die Produktion höher als im August 2022. Im Wohnungsbau lag die Bauleistung nahezu auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (−0,1 Prozent).

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Keine Trendumkehr: Wohnungsbau bleibt auf der Intensivstation

Die heute (25.10.) vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Auftragseingängen im Wohnungsbau kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe:

„Nach den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes zur Konjunktur im Bauhauptgewerbe sind die bundesweiten Neuaufträge im Wohnungsbau im August 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat nominal um 3,3% und real um 6,5% zurückgegangen. Das ist aber leider nicht die erhoffte Bremsspur der Talfahrt im Wohnungsbau. Vielmehr sind diese scheinbar nur schwachen Rückgänge vor dem Hintergrund der bereits im letzten Jahr rückläufigen Auftragseingänge zu sehen. Im August letzten Jahres waren sie bereits real um fast 24% zurückgegangen. Das Niveau der Auftragserteilung ist also weiterhin sehr niedrig. Der Wohnungsbau bleibt damit auf der Intensivstation. Die von der Bundesregierung angekündigten 14 Punkte für zusätzliche Investitionen müssen schnellstens umgesetzt werden, sonst droht der Kollaps.“

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Erstes öffentlich gefördertes Mehrfamilienhaus aus dem 3D-Drucker entsteht in Lünen

In Lünen im Kreis Unna entsteht Deutschlands erstes öffentlich gefördertes Mehrfamilienhaus im 3D-Druckverfahren. Das Land NRW unterstützt das Projekt der Wohnungsbaugesellschaft Lünen mit 400.000 Euro aus dem landeseigenen Programm zum innovativen Bauen sowie mit 1,3 Millionen aus dem Programm der öffentlichen Wohnraumförderung. Die Gesamtkosten liegen bei rund 1,9 Millionen Euro. Das Gebäude soll im Oktober 2024 bezugsfertig sein. Der dreistöckige Bau soll sechs Wohneinheiten zwischen 61 und 81 Quadratmetern umfassen. Die reine Druckzeit des Gebäudes beträgt unter 100 Stunden. Der verwendete Druckbeton CO₂-arm und zu 100 Prozent recycelbar.

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Dipl.-Ök. Hermann Schulte-Hiltrop Hauptgeschäftsführer BAUVERBÄNDE.NRW

NRW legt Gesetzentwurf zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge vor

Das Landeskabinett von Nordrhein-Westfalen (NRW) hat den Gesetzentwurf zum Kommunalabgaben-Änderungsgesetz (KAG-ÄG NRW) verabschiedet, welcher die Abschaffung der Beiträge für den Ausbau kommunaler Straßen vorsieht. Dieser Entwurf wird nun dem Landtag für weitere Beratungen und zur Beschlussfassung vorgelegt. „Die BAUVERBÄNDE.NRW begrüßen diesen Schritt außerordentlich. Es ist ein klares Zeichen von Verantwortung und Bürgernähe, das die Landesregierung hier zeigt“, verdeutlicht Hauptgeschäftsführer Hermann Schulte-Hiltrop. „Die rechtliche Verankerung dieser Maßnahme schafft zudem eine klare und verlässliche Grundlage für zukünftige Straßenbauprojekte im Land.“

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Ein erster Hoffnungsschimmer? NRW-Baukonjunktur zieht leicht an

Die Baukonjunktur in Nordrhein-Westfalen hat sich im Juli 2023 laut Zahlen von „Information und Technik“ positiv entwickelt. Gegenüber dem Vorjahr lagen die Auftragseingänge bei Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten um 24,9 Prozent höher als im gleichen Monat des Vorjahres. Berücksichtigt man dabei die stark gestiegenen Baukosten, so kommt preisbereinigt immer noch ein Anstieg von 17,8 Prozent zustande. Im Vergleich zum Juni 2023 zog der Umsatz in NRW um 5,9 Prozent an. Preisbereinigt entspricht das exakt dem gleichen Wert des Vormonats. Zurückzuführen ist die positive Entwicklung vorrangig auf den Tiefbau.

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Wolfgang Schubert-Raab zum neuen Präsidenten des Deutschen Baugewerbes gewählt

Die Mitgliederversammlung des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe hat am 27. September 2023 in Berlin Wolfgang Schubert-Raab (65) einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt.

Wolfgang Schubert-Raab, Präsident des Deutschen Baugewerbes
Foto: Zentralverband Deutsches Baugewerbe

Der Diplom-Ingenieur Schubert-Raab stammt aus Ebensfeld (Oberfranken, Bayern) und ist seit 1991 Geschäftsführer der RAAB Baugesellschaft mbH & Co KG sowie der Niederlassung Raab Herzogenaurach. Zusammen mit seiner Frau Gisela Raab und Cousin Joachim Raab führen Sie das Familienunternehmen mit 225 Beschäftigten in vierter Generation

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Planungen für Bottroper Rathaus-Anbau sollen gestoppt werden

Die Stadt Bottrop wird die Planungen für den millionenschweren Rathaus-Anbau voraussichtlich stoppen. Gründe sind die steigenden Kosten bei Krediten, Bauarbeiten, Energie, die weiterhin hohe Inflation, zurückgehende Haushaltseinnahmen der Stadt und die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Die für die Rathauserweiterung vorgesehene Investition von über 100 Millionen Euro sei nicht zu finanzieren, so die Stadt.

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NRW-Bauhauptgewerbe: Produktion im Juni 2023 um 1,5 Prozent gesunken

Die Produktion im nordrhein-westfälischen Bauhauptgewerbe ist im Juni 2023 um 1,5 Prozent niedriger gewesen als ein Jahr zuvor. Auch die Auftragslage im Bauhauptgewerbe verringerte sich: Diese war im zweiten Quartal um 6,1 Prozent niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren damit sowohl die Bauproduktion im Juni als auch die Baunachfrage im zweiten Quartal dieses Jahres geringer als im Vorjahreszeitraum.

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